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EUDR-Derivate: Wann ist ein Produkt betroffen?

Veroeffentlicht: 2026-03-27 Lesezeit: 1 Min.
EUDR-Derivate: Wann ist ein Produkt betroffen?

Derivate und verarbeitete Produkte: Die versteckte EUDR-Betroffenheit

Die EUDR erfasst nicht nur Rohstoffe, sondern auch deren Derivate und verarbeitete Produkte. Schokolade (Kakao), Reifen (Kautschuk), Moebl (Holz), Kosmetik (Palmoel) — die Liste ist lang und ueberrascht viele Unternehmen.

Wie die Betroffenheit bestimmt wird

Entscheidend ist Anhang I der EUDR-Verordnung, der ueber 1.000 KN-Codes (Zolltarifnummern) auflistet. Jedes Produkt mit einem dieser Codes faellt unter die EUDR — unabhaengig davon, wie stark es verarbeitet wurde.

Beispiele fuer betroffene Derivate

RohstoffOffensichtliche DerivateUeberraschende Derivate
PalmoelSpeisefette, MargarineSeife, Kerzen, Glycerin
KakaoSchokolade, PralineenKakaobutter in Kosmetik
SojaSojaoel, TofuSojalecithin (Emulgator)
HolzMoebl, ParkettPapier, Pappe, Buecher
KautschukReifenLatexhandschuhe, Gummibaender
RinderRindfleisch, LederGelatine, Lederguert

Was tun bei Mischprodukten?

Produkte, die mehrere EUDR-Rohstoffe enthalten (z.B. Schokolade mit Palmoel und Kakao), muessen fuer jeden Rohstoff separat die Sorgfaltspflicht erfuellen.

Empfehlungen

  1. Alle Produkte auf EUDR-relevante KN-Codes pruefen
  2. Zutatenlisten auf versteckte EUDR-Rohstoffe analysieren
  3. Bei Mischprodukten: Jeden Rohstoff separat dokumentieren
  4. Lieferanten nach EUDR-Sorgfaltserklaerungen fragen

Haeufig gestellte Fragen (FAQ)

Was muss ich beachten?

Alle Details und Pflichten finden Sie im Artikel.

Welche Fristen gelten?

Relevante Fristen und Termine stehen im Text.

Was passiert bei Verstoessen?

Sanktionen bis 4% des EU-Umsatzes plus Beschlagnahmung — Details im Artikel.