EUDR und Kautschuk: Die Reifenindustrie muss handeln
Kautschuk: Der vergessene Entwaldungstreiber
Naturkautschuk steht selten im Rampenlicht der Entwaldungsdebatte. Dabei ist die Kautschukexpansion in Suedostasien ein erheblicher Treiber — besonders in Thailand, Indonesien, Myanmar und Laos. Die EUDR bringt Kautschuk erstmals unter ein EU-Entwaldungsverbot.Die Kautschuk-Lieferkette
Naturkautschuk wird ueberwiegend von Kleinbauern angebaut — geschaetzt 20 Millionen weltweit. Die Lieferkette: Bauer → Zwischenhaendler → Verarbeitungswerk → Exporteur → Importeur → Reifenhersteller/IndustrieDie Rueckverfolgbarkeit ist aehnlich fragmentiert wie bei Palmoel oder Kakao. Viele Zwischenhaendler mischen Kautschuk aus verschiedenen Quellen.
Die Reifenindustrie
Die grossen Reifenhersteller (Michelin, Continental, Bridgestone, Goodyear) sind die groessten Abnehmer von Naturkautschuk. Sie haben bereits eigene Nachhaltigkeitspolitiken — aber die EUDR geht weiter.Herausforderungen
- Millionen von Kleinbauern ohne GPS-Daten
- Mehrere Zwischenhaendler in der Kette
- Mischung von Rohstoffen aus verschiedenen Quellen
- Schwache Governance in einigen Erzeugerlaendern (Myanmar, Laos)
GPSNR als Brancheninitiative
Die Global Platform for Sustainable Natural Rubber (GPSNR) arbeitet an Rueckverfolgbarkeitssystemen fuer die Branche. Die Initiative kann die EUDR-Compliance unterstuetzen, ersetzt sie aber nicht.Empfehlungen
- Lieferkette bis zum Anbaugebiet kartieren
- Mit Brancheninitiativen (GPSNR) zusammenarbeiten
- Digitale Rueckverfolgbarkeitssysteme aufbauen
- Hochrisiko-Quellen (Myanmar, Laos) besonders pruefen
Haeufig gestellte Fragen (FAQ)
Was muss ich beachten?
Alle Details und Pflichten finden Sie im Artikel.
Welche Fristen gelten?
Relevante Fristen und Termine stehen im Text.
Was passiert bei Verstoessen?
Sanktionen bis 4% des EU-Umsatzes plus Beschlagnahmung — Details im Artikel.