EUDR: Lieferkettentransparenz als Kernpflicht
Lieferkettentransparenz: Der EUDR-Paradigmenwechsel
Die EUDR stellt die Lieferkettentransparenz ins Zentrum. Unternehmen muessen nicht nur wissen, woher ihre Produkte kommen, sondern auch, von welcher Flaeche. Das ist fuer viele Branchen ein Paradigmenwechsel.Vom Lieferantennamen zur GPS-Koordinate
Bisher genuegte es zu wissen: "Unser Palmoel kommt aus Indonesien." Die EUDR verlangt: "Unser Palmoel kommt von Plantage X mit den GPS-Koordinaten Y, die am Stichtag 31.12.2020 keine Waldflaeche war."Dieser Detailgrad ist fuer viele Unternehmen neu. Besonders in Branchen mit langen, fragmentierten Lieferketten (Kakao, Palmoel, Kautschuk) ist die Umstellung enorm.
Stufen der Transparenz
| Stufe | Wissen | EUDR-konform? |
|---|---|---|
| 1 | Lieferantenname | Nein |
| 2 | Herkunftsland | Nein |
| 3 | Region/Bezirk | Nein |
| 4 | Plantage/Farm | Fast |
| 5 | GPS-Koordinaten der Flaeche | Ja |
Technologien fuer Rueckverfolgbarkeit
- GPS-Kartierung: Mobile Apps fuer Bauern zur Flaechenerfassung
- Blockchain: Unveraenderbare Dokumentation der Lieferkette
- Satellitenmonitoring: Ueberpruefung der Entwaldungsfreiheit
- QR-Codes/Barcodes: Physische Rueckverfolgbarkeit von Chargen
- DNA-Analyse: Herkunftsbestimmung bei Holz (experimentell)
Empfehlungen
- Transparenz-Audit der bestehenden Lieferkette durchfuehren
- Luecken in der Rueckverfolgbarkeit identifizieren
- Technologiepartner fuer Geolokalisierung evaluieren
- Schrittweise vorgehen: Erst Hochrisiko-Lieferanten, dann alle
- Brancheninitiativen fuer kollektive Transparenz nutzen
Haeufig gestellte Fragen (FAQ)
Was muss ich beachten?
Alle Details und Pflichten finden Sie im Artikel.
Welche Fristen gelten?
Relevante Fristen und Termine stehen im Text.
Was passiert bei Verstoessen?
Sanktionen bis 4% des EU-Umsatzes plus Beschlagnahmung — Details im Artikel.