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EUDR und Blockchain: Lieferketten digital absichern

Veroeffentlicht: 2026-03-27 Lesezeit: 2 Min.
EUDR und Blockchain: Lieferketten digital absichern

Lieferketten digital absichern

Blockchain-Technologie fuer EUDR-Rueckverfolgbarkeit.

Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Dieser Artikel beleuchtet die spezifischen Anforderungen und bietet praxisnahe Handlungsempfehlungen.

Hintergrund und Relevanz

Die EUDR trat am 29. Juni 2023 in Kraft und verbietet das Inverkehrbringen von Produkten, die mit Entwaldung nach dem 31. Dezember 2020 in Verbindung stehen. Betroffen sind sieben Rohstoffe: Rinder, Kakao, Kaffee, Oelpalme, Kautschuk, Soja und Holz — sowie deren Derivate.

Fuer diesen Bereich ergeben sich besondere Anforderungen, die ueber die allgemeinen EUDR-Pflichten hinausgehen. Die Komplexitaet der Lieferketten, die Vielzahl der betroffenen Akteure und die technischen Anforderungen an die Rueckverfolgbarkeit machen eine sorgfaeltige Vorbereitung unabdingbar.

Zentrale Anforderungen

Sorgfaltspflicht

Marktteilnehmer muessen ein umfassendes Due-Diligence-System implementieren, das drei Stufen umfasst: Informationserhebung, Risikobewertung und Risikominderung. Jede Stufe muss dokumentiert und mindestens fuenf Jahre aufbewahrt werden.

Geolokalisierung

Fuer jede Lieferung muessen die GPS-Koordinaten der Anbauflaechen angegeben werden. Bei Flaechen ueber 4 Hektar sind Polygon-Koordinaten erforderlich, bei kleineren Flaechen genuegt ein einzelner GPS-Punkt.

Entwaldungspruefung

Anhand von Satellitenbildern und anderen Datenquellen muss geprueft werden, ob die Anbauflaeche nach dem 31. Dezember 2020 entwaldet wurde. Die EU stellt hierfuer das zentrale Informationssystem bereit.

Spezifische Herausforderungen

In diesem Bereich gibt es besondere Schwierigkeiten bei der Umsetzung der EUDR:
  1. Lieferketten-Komplexitaet: Viele Zwischenhaendler und Verarbeiter erschweren die Rueckverfolgbarkeit
  2. Datenverfuegbarkeit: Lieferanten in Drittlaendern haben oft keine systematische Emissionsdatenerfassung
  3. Kapazitaetsengpaesse: Kleinbauern haben begrenzte Ressourcen fuer Compliance
  4. Technische Anforderungen: GPS-Kartierung und Satellitenanalyse erfordern spezialisierte Tools

Branchenspezifische Loesungsansaetze

Verschiedene Branchen und Laender entwickeln spezifische Ansaetze:

Sanktionen bei Verstoessen

Die EUDR sieht erhebliche Sanktionen vor:

Empfehlungen

  1. Fruehzeitig mit der Vorbereitung beginnen — die Fristen sind verbindlich
  2. Lieferketten bis zum Anbaugebiet kartieren
  3. Compliance-Software evaluieren und implementieren
  4. Mitarbeiter schulen und Verantwortlichkeiten klar zuweisen
  5. Die EUDR-Checkliste systematisch abarbeiten
  6. Brancheninitiativen nutzen und mit Lieferanten zusammenarbeiten
  7. Laendereinstufungen beruecksichtigen und Risiken priorisieren

Haeufig gestellte Fragen (FAQ)

Was muss ich beachten?

Alle Details und Pflichten finden Sie im Artikel.

Welche Fristen gelten?

Relevante Fristen und Termine stehen im Text.

Was passiert bei Verstoessen?

Sanktionen bis 4% des EU-Umsatzes plus Beschlagnahmung — Details im Artikel.